2018 - Ramthor-Stiftung

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2018

Aktivitäten seit Gründung

Von Herzen kommender Motivationsschub durch die Studentenjahre
Aufschlussreiches Jahrestreffen der Ramthor-Stipendiaten

Mit Freude und guten Erwartungen kommen die an unterschiedlichen Hochschulen und Studieneinrichtungen Studierenden von weit her nach Apolda. Wiedersehensfreude! Sie alle eint das großzügige Stipendium aus der Ramthor-Stiftung, die zum 65. Geburtstag (2004) von Günter Ramthor, also vor knapp 15 Jahren, in aller Öffentlichkeit gegründet wurde. Wer zu den Stipendiaten gehört weiß, dass es monatlich 100 Euro gibt – die gesamte Studienzeit über. Zum gemütlichen Jahrestreffen mit gutem Mittagessen  im Landgasthof zu Rödigsdorf geht es zu wie in einer großen Familie. 365 Tag nach dem letzten Treffen. Die können Vieles bedeuten; ein nächstes Studienjahr, eine Promotion, Lehraufträge und auch kleine Tiefpunkte im Studium. Das ganz normale Leben eben.
Wer es zwischendurch beim Kaffee in Ramthors guter Stube nicht getan hat, plaudert oft in dieser Runde über Erfolge, Begegnungen und auch spannende Urlaubsreisen. Das ist nicht nur für die „Stipendiaten-Eltern“ interessant, auch für die einstigen Stipendiaten, die längst das Studium mit oft ausgezeichneten Leistungen beendet haben. Dazu gehört Nam Guthzeit, der als einer der Ersten die Ehre hatte, ein Stipendiat erhalten zu haben. Heute zieht es den Werkstoffwissenschaftler der TU Ilmenau immer wieder in diese Gemeinschaft. Mittlerweile ist schon der Familiennachwuchs Mathilda und Johann dabei. Alle freuen sich über die bevorstehende Promotion.
„Es ist großartig, die Entwicklung der jungen Leute mitzuerleben“, sagt Günter Ramthor, der das Geld aus dem Ramthor-Stift als Motivation sieht, denn das wirkliche Ziel der Studierenden müssen sie selbst anvisieren und um Erfolg kämpfen. Übrigens war das vor dem Ausloben des Stipendiums schon so. Ausgezeichnete Leistungen in der Schule bis zum Abitur resultierten aus dem Willen der Gymnasiasten selbst heraus. Hinzu kamen gesellschaftliches Engagement und kollektives Miteinander bei verschiedenen Projekten. Das Gymnasium spricht also ein gewichtiges Wort mit im Stiftungsrat. Und nun soll die Unterstützung ganz einfach ein Dank dafür sein und helfen, die nicht einfachen Stufen zum Ziel nach oben zu gehen.
Der einstige Stipendiat Alexander Kaiser möchte solch großen Worte nicht verlieren, ist aber „den Ramthors auf ewig dankbar“ für die Hilfe. Diese war ein Bausteinchen zu seinem Erfolg: Dr. med. Kaiser, Arzt in der Onkologie der Uni Jena. Sein Forschungsgebiet: Blutkrebserkrankungen (Leukämie). Er nahm Hilfe an, heute gibt es sie als Arzt Kranken weiter. Eine schöne „Nebenwirkung“ und positive Spirale auf dem Lebensweg.
Wenn in naher Zukunft Victoria Jewanski (24) eine Arztpraxis eröffnet und als Hausärztin sich einen Namen macht, wird sie auch rückblickend den Ramthor ein kleines Dankeschön schenken können. Noch studiert sie im neunten Semester. Ihr Ziel ist klar: Allgemeinmedizinerin, möglicht nahe dem bisherigen Wohnort Oberndorf. Es sind ja nicht nur die Studierenden, man hat auch Sportfreunde, Schulkameraden und eine enge Bindung zur Heimat.
Alle aktuellen sechs Stipendiaten könnte ihre Geschichten erzählen, auch der erst 19-jährige Leon Schiller, der IT-Systems und Ingenieurwesen an der Uni Potsdam studiert. Was täglich an Seminaren, Vorlesungen, „Büffeln“ in unzähligen schlauen Büchern und Artikeln geistig zu verarbeiten ist, kann nur jeder für sich selbst bewältigen. Dann kommt aber monatlich der Tag, wo wieder 100 Euro auf dem
Konto „landen“. Absender: Ramthor-Stiftung. Immer wieder eine Freude, weil Studenten genügend Ausgaben haben, von den steigenden Mieten ganz abgesehen. In Kürze wird solch ein „Erlebnis“ auch Paula Preller aus Niederroßla haben. Noch ruht die Auszahlung, weil dem Studium ab 2019 noch ein praktisches Jahr vorgeschaltet wurde.
„Das ist auch das erklärte Ziel der Stiftung“, unterstreichen Regina und Günter Ramthor. Sieben junge Menschen können durch die Förderung einen Schritt schneller in die Zukunft gehen.
Wie diese durch die Stipendiaten gestaltet wird, werden die Ramthors 2019 wieder erfahren, wenn es im Landgasthof Rödigsdorf die nächste Zusammenkunft 2019 gibt.
Nicht ohne Blumen, denn dann blickt Günter Ramthor auf stolze 80 Lebensjahre zurück und zugleich in die weitere Zukunft, weil die Ramthors neugierig sind auf den weiteren Weg ihrer Schützlinge.
Wird im nächsten Magazin IMPULS veröffentlicht.


           

Abiturienten beendeten 2018 erfolgreich das Gymnasium Bergschule Apolda
Regina und Günter Ramthor-Stiftung würdigt hervorragende Leistungen von Paula Preller

Frühestens mit der Reformation sind die Anfänge der Bildung für einen breiteren Kreis der Bürger feststellbar. Bei einer Visitation 1580 wird berichtet, dass etwa 100 Knaben die Schule besuchen. Die Mädchen wuchsen ohne jegliche Bildung auf. Wer beim Handwerksmeister lernte, ging sonnabends zur Schule.
Wilhelm und Louis Zimmermanns Reform-Realgymnasium mit Gabelung zu Apolda begann im Mai 1859 als Privatschulanstalt mit dem erweiterten Lehrbetrieb. Eine Feier zum 140-jährigen Jubiläum hätte 1999 stattgefunden, da gab es diese Einrichtung nicht mehr.
Ganz gewiss keine befriedigende Situation für eine Stadt wie Apolda mit über 20.000 Einwohnern und ernüchternd, was so über die gute alte Zeit ausgesagt wird.
Ein Meilenstein im Bildungswesen der Stadt war die Errichtung der Volksschule zu Apolda. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Auftraggeber vorwiegend Firmen  aus Apolda und dem Umland einbezog. Vor fast 90 Jahren eine klare Einstellung zu Handwerk und Gewerbe!
Das Gymnasium Bergschule nahm mit dem Schuljahr 1991/1992 den Unterricht auf und blickte 2001 auf die ersten 10 Jahre am neuen Ort zurück. Nun sind bereits über 25 Jahre vergangen und erneut verlässt ein Abiturjahrgang 2017/2018 die Bildungseinrichtung.
Was erwartet die Abiturienten heute? Welche Träume haben sie? Es ist nicht schlechthin ein neuer Lebensabschnitt, es ist eine neue Herausforderung. Jeder der zurückliegenden Abiturjahrgänge hatte sich zu beweisen. Und viele kluge junge Menschen gingen ihren Weg.
Wie viele Abiturienten haben mit dem Reform-Realgymnasium nach 1859 und seit 1991/1992 erfolgreich das Gymnasium Bergschule verlassen? Sie könnten alle wunderbare Geschichten und Erfahrungen schreiben…
Die Ramthor-Stiftung ließ, wie bereits in den zurückliegenden 14 Jahren, einen Abgänger des Abiturjahrganges 2018 eine finanzielle Unterstützung zukommen. Jährlich eine spannende Frage, eine nicht ganz einfache Auswahl durch den Stiftungs-Mitglieder und noch aufregender die Frage, wem im Rahmen der Übergabe der Abi-Zeugnisse die besondere Ehre zukommt.
Günter Ramthor nahm zur Feierstunde das Wort: „Für Sie, die mit Erfolg die 12. Klasse mit dem Abitur am Staatlichen Gymnasium Bergschule Apolda und der Zeugnisübergabe abgeschlossen haben, beginnt nun eine neue Herausforderung – ein neuer Lebensabschnitt. Da ein lebenslanges Lernen Grundmaxime für eine erfolgreiche Zukunft ist, darf man sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. Sie wissen das längst."
Was aber bringt das Leben nach dem Abitur wirklich? Sind die jungen Leute gut darauf vorbereitet? Können die Wünsche und Erwartungen realisiert werden?
„Leistungen werden eine entscheidende Rolle in Ihrem weiteren Leben spielen. Leistungen sind nicht nur Gradmesser, Leistungen entscheiden auch über den Schritt in eine neue Ebene. Dabei sind Höhen und Tiefen zu überwinden. Eine bedeutende Leistung ist, aus einer gefühlten Tiefe sind nach oben zu arbeiten. Das bestätigen uns die von der Stiftung geförderten Studentinnen und Studenten zeitnah und aus persönlichen Erfahrungen" ergänzte Günter Ramthor, dem der Stiftungsgedanke ein Herzensbedürfnis ist.
Der Inhalt und Zweck der Stiftung ist die Förderung von Bildung und Ausbildung, insbesondere in der Stadt Apolda und Umgebung. Der Vorstand und Beirat wählten aus fünf Bewerbungen in einem Auswahlverfahren Frau Paula Preller, Niederroßla, aus und beschlossen eine Unterstützung von jährlich 1.200 Euro für die künftigen Studienjahre auszureichen. Mit großer Freude nahm Paula Preller die Ehrung und Übergabe des Zuwendungsbescheides entgegen.
Dies gilt ab dem Zeitpunkt, wenn Paula Preller ihr Studium an der Universität beginnt. Zwischenzeitlich möchte sie ein einjähriges Praktikum an der Paradiesfilm Agentur GmbH in Weimar absolvieren. Auch dazu viel Erfolg.
Regina und Günter Ramthor werden wieder einen „Schützling" in die Gruppe der bisherigen Stipendiaten aufnehmen und ihren Lebensweg begleiten. Den Stiftern ein herzliches Dankeschön!




 
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